« zurück zur Übersicht

Kardiologische Chest Pain Unit der Kreisklinik Ebersberg zertifiziertZu Recht stolz auf die Auszeichnung: Team Kardiologie/ZNA

Kardiologische Chest Pain Unit der Kreisklinik Ebersberg zertifiziert

Versorgung von Patienten mit Brustschmerz nach höchsten Qualitätsstandards

20.02.2019

Im Januar dieses Jahres wurde die Chest Pain Unit (CPU), zu Deutsch: Brustschmerz-Einheit, in der Kardiologie der Kreisklinik von der Deutschen Fachgesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert und ist damit offiziell empfohlene Behandlungsstätte für Brustschmerz- und Herzinfarktpatienten.


„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung, zumal sie für eine Klinik unserer Größenordnung etwas Besonderes ist“, sagt Kardiologie-Chefarzt Priv. Doz. Dr. Martin Schmidt. Das Zertifikat bestätigt, dass Patienten in der CPU optimal von Spezialisten ihres Fachgebietes nach ganz bestimmten, von der DGK erarbeiteten und empfohlenen Strukturen und Qualitätsstandards versorgt werden.


Zu den zahlreichen Kriterien, die für eine Zertifizierung erfüllt werden müssen, gehört, dass das Herzkatheterlabor rund um die Uhr in Bereitschaft ist und Herzinfarktpatienten dort jederzeit sofort behandelt werden können. Zudem müssen für die Versorgung der Patienten mindestens vier interventionelle Kardiologen bereitstehen. Strukturierte Teambesprechungen, das Vorhalten exakter Behandlungsalgorithmen bei Herzpatienten und die Dokumentation kritischer Fälle gehören ebenso zu den qualifizierenden Maßnahmen wie Fortbildungen der  Ärzte und des speziell geschulten Pflegepersonals.


Die CPU ist in die Kardiologie (Medizinische Klinik II) integriert und besteht aus zwei Räumen, die mit jeweils zwei Betten, spezieller Messtechnik und Monitoren ausgestattet sind, so dass die Vitalfunktionen der Patienten wie etwa Puls- und Herzfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffgehalt des Blutes festgestellt und überwacht werden können. Für den Fall, dass die vier Betten nicht ausreichen, stehen weitere, mobile Monitore zur Verfügung, mit denen auch andere Plätze auf der kardiologischen Station für Brustschmerz-Patienten ausgestattet werden können.


Erkrankungen, die in der CPU diagnostiziert und behandelt werden, sind neben Herzinfarkt Angina pectoris, auch als Brust- oder Herzenge bezeichnet, Bluthochdruck-Krisen, Herzrhythmusstörungen, Aortenaneurysma – also krankhafte Erweiterungen der Hauptschlagader des Körpers, die bei einem Einriss zu einer inneren Blutung führen kann –, aber auch Lungenembolien, die ebenfalls Schmerzen im Brustkorb verursachen können, sowie ein plötzlicher Bewusstseinsverlust und Probleme mit liegenden Herzschrittmacher- und Defibrillatorsystemen.


Die Einheit wurde in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich entwickelt mit dem Ziel, Brustschmerzpatienten schneller und gezielter versorgen zu können und auch, um die Zentrale Notaufnahme (ZNA) zu entlasten. Mittlerweile werden Patienten, bei denen das im Rettungswagen durchgeführte EKG auf einen akuten Herzkranzgefäßverschluss schließen lässt, ohne Umweg direkt ins Herzkatheterlabor gebracht. „Dass wir diese Maßnahme in unserer Klinik etablieren konnten, freut mich besonders und ist der tollen, hochqualifizierten Zusammenarbeit des ganzen Teams zu verdanken“, lobt PD Dr. Schmidt.



« zurück zur Übersicht
© 2019
Impressum     Datenschutz