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Historischer Moment: 27-jährige Modernisierungsphase der Kreisklinik Ebersberg abgeschlossenVorne v.li.: Regierungspräsidentin Maria Els, Ärztlicher Direktor Dr. Peter Kreissl, Landrat Robert Niedergesäß, die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher, Geschäftsführer Stefan Huber, Gesundheitsministerin Melanie Huml und CSU-Landtagsabgeordneter Thomas Huber geben den Weg in die neue Akutgeriatrie frei.

Historischer Moment: 27-jährige Modernisierungsphase der Kreisklinik Ebersberg abgeschlossen

Festliche Einweihung und Tag der Offenen Tür

09.04.2019

Mit  Fertigstellung des 6-stöckigen Stationsgebäudes im 9. Bauabschnitt ging die letzte Etappe der seit 1992 laufenden Modernisierungsphase zu Ende – fast auf den Tag genau 141 Jahre nach dem Spatenstich für die Kreisklinik Ebersberg am 11. April 1878.


In seiner Begrüßungsansprache vor rund 200 Gästen bedankte sich unser Geschäftsführer Stefan Huber bei allen Unterstützern des Mammutprojekts.


Von insgesamt knapp 200 Millionen Euro Investitionskosten hat der Freistaat Bayern rund 130 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt, der Landkreis Ebersberg 41 Millionen Euro.


22 Mio. Euro hat die Kreisklinik GmbH selbst aus Eigenmitteln beigesteuert – eine stolze Leistung, wie Landrat Robert Niedergesäß in seiner Rede bescheinigte. In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Kreisklinik Ebersberg bedankte Herr Niedergesäß sich auch bei allen Spendern, die zur Qualitätsverbesserung der Klinik beitragen, insbesondere bei der verstorbenen Patientin Ehrentraud Jakob, die der Klinik nach zwei großen Spenden ein 10-Millionen-Euro-Erbe hinterließ. Von einem Teil des Geldes konnten neue Betten für den Bettenbau beschafft werden.


Der Landrat lobte außerdem die kluge Entscheidung von Geschäftsführer Stefan Huber, die Patienten während des Umbaus in einem Interimsgebäude an der Pfarrer-Guggetzer-Straße unterzubringen: „Dadurch konnte der Bettenbau in der Hälfte der ursprünglich einkalkulierten Bauzeit abgeschlossen und die geplanten 23 Millionen Euro Kosten unterschritten werden“. Die neue Akutgeriatrie bezeichnete er im Hinblick auf die demografische Entwicklung des Landkreises als „wichtigen Baustein“.


Die Weitsicht und die Beharrlichkeit, mit der die Kreisklinik Ebersberg die Sanierung vorangetrieben hat, hob auch Frau Staatsministerin Melanie Huml hervor. „Das Ergebnis zeigt: Nicht alles Neue ist besser“, sagte sie in Bezug auf Überlegungen von vor rund 30 Jahren, die Klinik abzureißen und an anderer Stelle neu zu bauen. „Doch ein Gebäude ist nur eine leere Hülle, wenn das Innenleben nicht stimmt. Die medizinische Leistung der Kreisklinik und die bewusste Hinwendung zum Menschen hier sind beeindruckend“, sagte Frau Huml. Dass die Klinik trotz der Bauarbeiten einen stetig wachsenden Zulauf an Patienten hat, spreche für die hohe Qualität des Hauses.


Auch Ebersbergs Dritter Bürgermeister Josef Riedl, der in Vertretung von Walter Brilmayer die Glückwünsche der Stadt überbrachte, erinnerte an die zukunftsträchtige Entscheidung im Stadtrat 1990, seiner ersten Sitzung als Mandatsträger: „Mir war damals nicht bewusst, dass die erweiterte Kreisklinik zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für Ebersberg werden würde.“ Er sei stolz, 30 Jahre lang Teil der Entwicklungen gewesen zu sein und versicherte, die Stadt werde auch weiterhin Partner der Klinik bleiben.


„Ja, es war gut, dass nicht neu gebaut wurde. Denn nur so konnten wir uns zu dem entwickeln, was wir heute sind: eine moderne Hochleistungsklinik auf höchstem Niveau“, betonte der Ärztliche Direktor Dr. Peter Kreissl. „Und trotz allem Hightech werden die Patienten mit Respekt und menschlicher Zuwendung behandelt. Dadurch sind wir authentisch“, so der Chefarzt der Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie. Er freue sich, dass die Patienten nun endlich die schönen Zimmer bekämen, die ihnen schon lange zustünden.


Ein „Hallelujah“ von Andrea und Viviana Wittmann, welche die Einweihungsfeier musikalisch begleiteten, leitete anschließend die Segnung der neuen Räumlichkeiten durch Pfarrerin Renate Zom-Traving und Pastoralreferent Christoph Diehl ein.


Beim sehr gut besuchten Tag der Offenen Tür konnten die Bürgerinnen und Bürger am Samstag die neuen, lichtdurchfluteten Räumlichkeiten mit den großzügigen Sanitärbereichen besichtigen und auch andere, in den vergangenen Jahren neu entwickelte bzw. ansonsten nicht zugängliche Klinikschwerpunkte in Augenschein nehmen und Antworten auf viele Fragen einholen.


Inzwischen haben am Wochenanfang die Einzüge in das neue Stationsgebäude begonnen.


Die Bauarbeiten an der Kreisklinik Ebersberg freilich werden weitergehen, so wie es das Bevölkerungswachstum im Landkreis Ebersberg und die Fortschritte auf medizinisch-pflegerischem Gebiet erfordern.



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