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Gemeinsam stark gegen Darmkrebs


Kreisklinik Ebersberg betont im Darmkrebsmonat Vorsorge

Palliativmedizinerinnen der Kreisklinik Ebersberg helfen ganzheitlich
V.r.: Prof. Dr. Thomas Bernatik, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin
an der Kreisklinik Ebersberg, und sein Kollege, Dr. Peter Kreissl, ärztlicher
Leiter des Darmzentrums, raten zur Darmkrebsvorsorge. Foto: privat


Ebersberg – Sie dauert nur rund 20 Minuten, tut nicht weh – und kann viel Leid ersparen: Eine Darmspiegelung ist die effektivste Vorsorge für Darmkrebs. Denn rechtzeitig erkannt, ist die zweithäufigste Krebserkrankung zu einem sehr hohen Prozentsatz heilbar. Dies betonen anlässlich des alljährlich von der Felix-Burda-Stiftung ausgerufenen "Darmkrebsmonats März" Prof. Dr. Thomas Bernatik, Chefarzt Innere Medizin an der Kreisklinik Ebersberg, und der visceralchirurgische Chefarzt Dr. Peter Kreissl.

Die beiden erfahrenen Mediziner kooperieren im Darmzentrum Ebersberg täglich in Sachen Früherkennung und Behandlung von Darmkrebs. Dabei schreiben sie auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Haus sowie mit niedergelassenen Fachärzten und externen Spezialisten ganz groß. Jeden Morgen werden die "aktuellen, komplexen Fälle" besprochen, erklären Thomas Bernatik und Peter Kreissl. Dann finden durchaus auch gemeinsame Visiten der beiden Chefärzte statt. "Es ist nicht wichtig, auf welcher Station der Patient liegt", sagt Thomas Bernatik. "Die Erkrankung bestimmt das Vorgehen", ergänzt sein Kollege. Wenn ein Patient mit unklaren Bauchschmerzen oder dem Verdacht auf eine Darmerkrankung in die Klinik käme, müsse abgestimmt werden, in welcher Reihenfolge er in welcher Abteilung untersucht und behandelt werde, ob gegebenenfalls ein schonenderer endoskopischer Eingriff reiche oder doch eine Operation samt Nachbehandlung nötig sei.

Wer Letzteres möglichst vermeiden möchte, sollte die Darmkrebsvorsorge nutzen. Diese bietet die Klinik ebenso wie vier niedergelassene Gastroenterologen im Landkreis Ebersberg an. Menschen ab dem Alter von 55 Jahren sollten die kostenlose Früherkennung nutzen. Aber auch jene, bei denen genetische Dispositionen vorliegen, wenn etwa ein Angehöriger unter 50 eine Krebserkrankung im Magen-Darm-Trakt hatte. Obwohl nicht jedes Ziehen in der Körpermitte Sorge bereiten muss, sollten auffällige Stuhlunregelmäßigkeiten oder Blut im Stuhl nicht ignoriert werden. Denn bei der Darmspiegelung können Prof. Bernatik und sein Team nicht nur jede Schleimhautveränderung sehen, sondern auch gleich – und für den im Dämmerschlaf liegenden Patienten schmerzfrei – Darmpolypen entfernen. Diese Wucherungen der Darmschleimhaut sind die häufigste Vorstufe von Darmkrebs. Mit ihrem Alter und Wachstum steigt die Gefahr der Entartung.

Deswegen wird der entnommene Polyp histologisch, also feingeweblich, im Labor auf Krebszellen untersucht. In Abhängigkeit von Diagnose und Ausprägung der Erkrankung werden nun noch weitere Untersuchungen wie bildgebende Verfahren und die Meinungen von externen Fachleuten herangezogen. Mit diesen treffen die Ebersberger Chefärzte einmal wöchentlich auf der Tumorkonferenz zusammen. Dort beraten die hochkompetenten Mediziner interdisziplinär und streng nach den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft die weitere Behandlung der Krebspatienten. Ihre Operation führt Dr. Kreissl möglichst minimal-invasiv durch. Die "Single-Port-Technik" durch eine kleine Körperöffnung und das so genannte Fast-Track-Konzept mit einem rückenmarksnahen Katheter ermöglichen den Patienten eine recht zügige Rückkehr in den Alltag. Und wer zum Zeitpunkt der Diagnose und darüber hinaus Hilfe braucht, bekommt diese – etwa von der Psycho-Onkologin der Klinik – im breiten Behandlungsnetzwerk des Darmzentrums natürlich auch zu jeder Zeit.


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