Escape Room ergänzt Pflege-Ausbildung

Die Auszubildenden Mohammadnasir Bagheriyan, Dana Schäfer, Pauline Werner (von links) lösen im Escape-Room gemeinsam Aufgaben, die ihnen später als Pflegefachkräften tatsächlich begegnen könnten.
Das Konzept eines Escape Rooms ist vielen aus Rollenspielen bekannt: Mehrere Teams oder Spieler lösen in einem Raum, der an die Spielsituation angepasst ist, Rätsel und Aufgaben innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens. Im Klinikum Ebersberg München Ost kommt das Konzept seit kurzem in der praktischen Ausbildung von Pflegefachkräften zum Einsatz. „Ziel ist es, pflegerische Kompetenzen spielerisch und interaktiv zu fördern“, sagt Cindy Geißler, die sich in der Pflegedirektion als Leitung der praktischen Ausbildung um angehende Pflegefachfrauen- und -männer kümmert.
Escape Room in der Pflege-Ausbildung
Wie genau die Aufgabe im Escape Room aussieht, ist geheim. Nur so viel: Ein Team aus drei Auszubildenden findet im Escape Room eine Situation vor, die im Klinikum tatsächlich passieren könnte. Es geht um das Leben einer Patientin, gespielt von Demo-Puppe „Chloe“. Im Raum sind Aufgaben und Rätsel versteckt. Nur mit der Lösung kann die nächste Aufgabe gefunden werden. Es sind 45 Minuten Zeit. Während die angehenden Pflegefachkräfte die Aufgaben lösen, beobachten Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter, wie sie sich schlagen. Am Ende gibt es auch eine gemeinsame Besprechung: Was lief gut? Was kann man besser machen?
Innovatives Konzept für angehende Pflegefachkräfte
Pflegedirektor Dr. Peter Huber ist stolz darauf, dass das Klinikum Ebersberg München Ost eines der allerersten Häuser in Deutschland ist, dass einen Escape Room in der Ausbildung einsetzt. „Wir bieten unseren Auszubildenden ein modernes Konzept an, das Lernen auf verschiedenen Ebenen ermöglicht. Unsere Erfahrungen sind sehr gut“, stellt er fest. Cindy Geißler, Leitung der praktischen Ausbildung innerhalb der Pflegedirektion, sagt: „Alle, die bislang den Escape Room durchlaufen haben, fanden es sehr realistisch. Der Zeitdruck ist in so einer Situation für alle spürbar.“