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Aktuelles

Mehr als 200 Patienten mit schonender Methode an der Prostata operiert

Die urologische Abteilung des Klinikums Ebersberg München Ost hat einen Meilenstein in der Versorgung von Patienten mit gutartiger, vergrößerter Prostata etabliert: Kürzlich wurde die 200. Prostata-Enukleation mit dem Holmium-Laser erfolgreich durchgeführt. Damit festigt das Ebersberger Team der Urologie seine Rolle als regionales Kompetenzzentrum.

HolEP

Der Blick über die Schultern von Oberarzt Dr. Fabian Girtler (vorne) und Oberarzt Olaf Pohl zeigt über einen Bildschirm das vergrößerte, gutartige Prostatagewebe und die Position des Holmium-Lasers. Kamera und Laser gelangen über die Harnröhre des Patienten in die Prostata.

„Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist ein häufiges gesundheitliches Problem bei Männern“, sagt Dr. Mathias Barba, Chefarzt der Urologie des Klinikums Ebersberg München Ost. Statistisch gesehen ist etwa jeder zweite Mann über 50 Jahren betroffen, bei den über 80-Jährigen sind es sogar bis zu 90 Prozent.

Da die Prostata einen Teil der Harnröhre bildet, führt das Wachstum des Gewebes zu Problemen. Typische Symptome sind:

  • ein schwacher Harnstrahl,

  • häufiges Wasserlassen, insbesondere in der Nacht,

  • das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung,

  • plötzlicher, starker Harndrang, auch mit Urinverlust.

Bei der Enukleation wird das überschüssige Prostatagewebe mechanisch aus der Kapsel gelöst. Die Operateure in Ebersberg setzen dafür einen Holmium-Laser ein. Man spricht auch von einer Holmium-Laser-Resektion der Prostata (HoLEP). Mit einem dünnen Schaft mit einer Kamera, der über die Harnröhre eingeführt wird, ist das vergrößerte Gewebe der Prostata auf einem Bildschirm sichtbar. So gelangt auch der Laser in den Körper. Im Vergleich zur herkömmlichen "Hobelung" (TUR-P) bietet die Enukleation mit Laser entscheidende Vorteile:

  • Gründlichkeit: Es kann deutlich mehr Gewebe entfernt werden, was das Risiko einer erneuten Operation minimiert.

  • Sicherheit: Das Verfahren ist besonders blutungsarm, da die Gefäße während des Eingriffs direkt versiegelt werden. Dies macht die Methode auch für Patienten sicher, die Blutverdünner einnehmen.

  • Schnellere Genesung: Patienten können das Krankenhaus in der Regel früher verlassen und sind schneller wieder im Alltag belastbar.

  • Keine Größenbeschränkung: Auch bei sehr großen Drüsen kann die Enukleation minimalinvasiv durch die Harnröhre erfolgen.

 „Die 200. Enukleation in drei Jahren beweist die hohe Spezialisierung und die konstante Qualität, die wir unseren Patienten bieten“, so Chefarzt Dr. Mathias Barba. Für Patienten bedeutet das Erreichen dieser Fallzahl vor allem eines: Routine und Sicherheit bei einem Eingriff, der die Lebensqualität massiv verbessert. Der Abteilung sei wichtig, dass neben der hohen medizinischen Qualität, die das moderne Verfahren ermöglicht, das gesamte Team der urologischen Abteilung den Männern auch menschlich zur Seite steht.