Kliniklabor/Mikrobiologie

Kliniklabor/Mikrobiologie


Die Labordiagnostik ist bis zu 80% an der Diagnosefindung und -sicherung beteiligt, schafft die Grundlage für die richtige Therapie und dient der Verlaufskontrolle von Krankheiten.
Die Laborleistungen unserer Klinik stehen jeden Tag, auch am Wochenende, rund um die Uhr zur Verfügung. Alle unsere Daten und Ergebnisse unterliegen einer technischen und medizinischen Prüfung und den entsprechenden internen und externen Qualitätssicherungsmaßnahmen der Bundesärztekammer.


Unsere Hauptarbeitsgebiete sind:

Hämatologie
Die Hämatologie ist die Lehre vom Blut und befasst sich mit der Analyse von quantitativen und qualitativen Blutbildveränderungen. Modernste Technik erlaubt es uns, Blutzellen an Hand ihres typischen Verhaltens im Laserlicht nach Größe und Zellbeschaffenheit einzuordnen und entsprechende Abweichungen zu erkennen. Dadurch ergeben sich wichtige Informationen für die Diagnostik hämatologischer und onkologischer Erkrankungen sowie für die Einleitung weitergehender Diagnostik (z. B. Beckenkammstanzen). Technisch auffällige Befunde werden durch erfahrene, qualifizierte MTLAs mikroskopisch überprüft und validiert.

Medizinische Mikrobiologie
Die mikrobiologische Diagnostik befasst sich in erster Linie mit denjenigen Mikroorganismen, die im menschlichen Körper Krankheiten hervorrufen können. Zu ihren wesentlichen Aufgaben zählen dementsprechend der Nachweis von Krankheitserregern aus verschiedenen Untersuchungsmaterialien und die Bestimmung von Antibiotikaempfindlichkeiten.
Gerade in Zeiten der weltweit zunehmenden Resistenzentwicklungen kommt der mikrobiologischen Diagnostik größte Bedeutung zu. Der Wert dieser Befunde wird nicht nur durch deren Exaktheit, sondern auch durch die Schnelligkeit der Untersuchungen bestimmt. Durch die vor Ort erbrachten mikrobiologischen Leistungen werden lange Wegezeiten und ein evtl. "Absterben" der nachzuweisenden Krankheitserreger verhindert. Das bedeutet mehr Qualität der mikrobiologischen Diagnostik für den einzelnen Patienten.
In Keimstatistiken wird die Häufigkeit des Vorkommens von Bakterienstämmen erfasst. Die unterschiedlichen Empfindlichkeiten der einzelnen Bakterienstämme gegenüber Antibiotika werden statistisch erfasst und dienen dem Kliniker als Grundlage für eine effiziente Antibiotikatherapie.

Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin
Dieses Aufgabengebiet umfasst die sichere, verträgliche Bereitstellung von Blut- und Blutprodukten. Um dies zu gewährleisten, werden im Labor jährlich ca. 3.500 Blutgruppenbestimmungen sowie ca. 5.500 Antikörpersuchteste durchgeführt. Passend zu den Blutgruppen werden, falls benötigt, Verträglichkeitsuntersuchungen mit den entsprechenden Konserven durchgeführt (ca. 4.500 pro Jahr).
In der Transfusionsmedizin arbeitet das Labor fachlich eng mit dem Transfusionsbeauftragten der Kreisklinik sowie dem Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes zusammen.

Hämostaseologie
Dieser Teil der Laboratoriumsmedizin befasst sich mit den Störungen in der Blutgerinnung und der physiologischen Blutstillung. Blutgerinnungsstörungen sind Begleiterscheinungen bei vielen Erkrankungen und Therapieformen.
Störungen im Gerinnungssystem werden mit Hilfe modernster Analyseverfahren im Labor erkannt und helfen so, Komplikationen zu vermeiden.

Klinische Chemie
Im Bereich der Klinischen Chemie werden durch die Analytik krankheitsbezogener Messgrössen, wie z. B. Enzyme, Metabolite, Proteine, Lipide usw. die verschiedensten pathobiochemischen Ursachen oder Folgen von Krankheiten erkannt. Ebenso werden in der Klinischen Chemie Liquores (Gehirnwasser) auf entzündliche Erkrankungen untersucht sowie auch Urine auf Spezialanalytik.

Schilddrüsendiagnostik und Tumordiagnostik
Mittels eines modernen Analyseverfahrens können die Stoffwechselfunktionen der Schilddrüse beurteilt und Schilddrüsenerkrankungen erkannt werden. Dieses Verfahren wird auch in der Tumordiagnostik und Tumorverlaufskontrolle eingesetzt.
Tumormarker sind Substanzen, die von bösartigen Tumorzellen direkt gebildet werden. Oder Tumorzellen bringen Nicht-Tumorzellen dazu, solche Marker zu produzieren.
Treten Tumormarker in erhöhter Konzentration auf, ermöglichen sie Rückschlüsse auf das Vorliegen, den Verlauf und die Prognose einer Tumorerkrankung.

Urindiagnostik
Die mikroskopische Urindiagnostik hilft, Nieren- und Blasenerkrankungen zu erkennen.

Pathologie
In der Pathologie werden Gewebeproben auf Zellveränderungen untersucht. Um den Operateuren noch während laufender Operationen diagnostische Hinweise geben zu können, werden aus Gewebeproben sogenannte Schnellschnitte angefertigt und durch den Pathologen mikroskopisch beurteilt.
Die MTLAs unseres Labors fertigen die Schnellschnitte an und leisten Assistenz in der Pathologie.
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